Kategorie: Eishockey

  • Es war ein Eishockeyfest

    Ich denke ich habe schon viele Spiele erlebt, aber das Winterderby 2016 in Dresden war ein wahres Eishockeyfest. Es hat einfach alles gepasst, vom ersten Bully bis zum letzten Funken der Pyroshow! Tolle, friedliche Stimmung auf den Rängen, ein kurzweiliges Unterhaltungs- und Rahmenprogramm und natürlich der Sieg für die Eislöwen.

    Spiel der Legenden DDR vs. BRD
    Spiel der Legenden DDR vs. BRD

     

    Blick ins weite Rund und auf ausverkaufte Ränge
    Blick ins weite Rund und auf ausverkaufte Ränge

    Ganz ehrlich, wer würde sich z.B. in fremder Fan-Kluft in den K-Block von Dynamo Dresden trauen? Wahrscheinlich nur wenige. (Anm. Fußball-Fans sind natürlich nicht  per se auf Gewalt aus) Beim Eishockey und ganz besonders an diesem Tag – kein Problem. Da stehen Fans aus Dresden neben denen aus Weisswasser neben denen aus Berlin, Rosenheim, Halle, Leipzig, Bietigheim, Hannover usw… So soll und muss das sein!

    „Eishockeyfans, Eishockeyfans – wir sind alle Eishockeyfans.“

    Die Aufstellung ESC vs. WSW - ein Duell mit Tradition
    Die Aufstellung ESC vs. WSW – ein Duell mit Tradition

     

    Bully
    Bully

    Insgesamt waren es 31.853 Zuschauer – was für ein Andrang. Damit hätte ich anfangs nicht gerechnet. Man kann nur allen Verantwortlichen danken, die dieses Ereignis so großartig gestaltet haben. Das Risiko hat sich ausgezahlt und wenn am Ende die Eislöwen mehr oder weniger saniert dastehen – umso besser.

    Zur Unterhaltung in der ersten Drittelpause gab es eine Lasershow
    Zur Unterhaltung in der ersten Drittelpause gab es eine Lasershow

     

    Den krönenden Abschluss bildete ein Feuerwerk im Stadion
    Den krönenden Abschluss bildete ein Feuerwerk im Stadion
  • Zum Spiel: Eislöwen vs. Heilbronner Falken

    1. Drittel

    Es sieht gut aus. Manchmal ist es wirklich cooler wenn die Halle halb leer ist… Stimmung ist top und die Eislöwen führen durch zwei schöne Tore von Sparre und Boiarchinov. So kann es gern weitergehen!

    2. Drittel

    Weiterhin alles super. Sieht sogar richtig nach Eishockey aus. Zumindest phasenweise… Spielstand mittlerweile 3:1. Sven Ziegler brachte die Eislöwen erst in Front, ehe Heilbronn den Abschluss erzielen konnte. Technisch gesehen war dies aber auch ein Tor der Eislöwen. Naja, noch ein Drittel dieses Spiel durchziehen, dann sind drei Punkte drin.

    3. Drittel

    Na also geht doch. Boiarchinov und Rupprich machen den Deckel drauf. 5:1, gute Stimmung. Jetzt kann die Saison losgehen!

  • Link: Deutscher Eishockey-Bund e.V. und Clubs der zweiten Liga einigen sich im Sinne des Sports

    Deutscher Eishockey-Bund e.V. und Clubs der zweiten Liga einigen sich im Sinne des Sports

    Na endlich ist auch das diesjährige Theaterstück vorüber.

    Der Deutsche Eishockey-Bund e.V. (DEB) und die Clubs der zweiten Bundesliga haben noch vor dem Gerichtstermin am 18.07.13 eine außergerichtliche Einigung erzielt. Der Spielbetrieb der zweiten Bundesliga wird von der Eishockeyspielbetriebs-Gesellschaft (ESBG) bis 2018 weitergeführt, die sich künftig allerdings selbst verwalten wird.

    DEB-online

  • Jeder Sommer wird schlimmer

    Jedes Jahr denkt man sich: Schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Fehlanzeige. Und dabei sind es immer die gleichen Themen über die gestritten und geklagt wird, doch es ändert sich nichts. Ich verfolge diese, meine Sportart nun schon seit über 10 Jahren. In meinen Augen ist es die abwechslungsreichste und spannendste Sportart der Welt – mit dem hässlichsten Sommertheater Jahr für Jahr.

    Fangen wir bei den Eislöwen an. Die Eishalle ist kaputt. Ein Ärger seit Februar. Gutachter, Dachdecker, Gutachter, Dachdecker, es geht hin und her doch repariert ist anscheinend noch nicht viel. Die Konsequenz: mindestens die ersten Saisonspiele werden wohl nicht in Dresden stattfinden, zumindest nicht in der EVA. Schlimmer noch, es steht wohl die ganze Saison auf dem Spiel. Ich hoffe inständig, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

    Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird sich mal wieder um Lizenzierungen, Auf- und Abstieg und Verbandszugehörigkeiten gezofft. Ehrlich gesagt weiß ich nicht welche Position mir besser gefällt, welche mir überhaupt gefällt. Alle reden davon „zum Wohle des deutschen Eishockey“.. bla bla bla. Es geht nichts vorwärts, so jedenfalls mein Eindruck. Kaum scheint sich annähernd so etwas wie Konstanz zu entwickeln – Zack – und schon gibt’s den nächsten Ärger. Ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr mich damit zu beschäftigen.

    Ich möchte ein Ligensystem mit Play-Off-Siegern die als Aufstiegshelden oder Meister gefeiert werden. Ich möchte Play-Down-Verlierer mit hängenden Köpfen vom Eis schleichen sehen, weil sie wissen nächstes Jahr geht’s von vorn los – eine Liga tiefer. Ich möchte ehrlichen Sport, wo nicht Geld über Ligenzugehörigkeit entscheidet – es sind sowieso alle knapp bei Kasse. In Frankfurt und Kassel kommen über 5000 Leute zu 4. Liga Spielen, Wolfsburg kratzt an der 2000er-Marke. Sport lebt von Emotionen und wo Emotionen geboten werden, da finden sich auch Zuschauer. Egal in welcher Liga. Eishockey bietet Action, Spannung und etwas was andere Sportarten nur bedingt bieten – Show. Welcher Fußballclub kann es mit der Intro-Show der Eisbären aufnehmen? Welcher?

    Es mag naiv sein zu glauben, dass alle diese Wünsche in naher Zukunft eintreten. ich wünsche es mir für meine Sportart, für alle Spieler und für alle Fans.

  • Wie lange fährt man eigentlich nach Chemnitz?

    Die Eishalle ist kaputt. Das ist an und für sich schon eine Tragödie. Haben wir schon den fünften Geburtstag gefeiert? Ich glaube nicht. Wieso entstehen dann bitteschön Risse im Dach? Kann mir das mal einer erklären? Unglaublich. Diese Halle, so schön sie auch sein mag, hat – gefühlt – noch keine Saison ohne Umbaumaßnahmen erlebt. Gleich zu Beginn stellte man fest, die Spielerbänke sind zu kurz. Oh, das kann ja mal passieren, bei einer Eishalle die zu großen Teilen für Eishockeyspiele gebaut wurde… Weiter ging es mit den Toiletten, die nur über einen Eingang verfügten. Was spätestens bei ausverkauften Spielen mit 4000+ Zuschauern zu längeren Staus führte. Oder der Gästeblock, der nachdem unzählige Sitzschalen nicht ganz fachmännisch demontiert wurden, hochklappbare Sitze erhielt. Naja, und so weiter und so fort. Jetzt ist das Dach dran und das ist keine Baustelle die mal soeben beseitigt werden kann (was ja zugegeben bei den anderen Problemen relativ zügig gelang).

    Der Stadt Dresden kann man als Außenstehender – aus meiner Sicht – bei der Schadensbeseitigung keine Vorwürfe machen. Das ging bisher immer recht zügig und mit annehmbaren Kompromissen. ABER, und hier sei nochmal die Eingangsfrage gestellt, wie kann es sein, dass nach ca. fünf Jahre das Dach reißt? Das ist unbegreiflich. Die betreffende Baufirma ist natürlich pleite. Das kann viele Ursachen haben, aber wenn die alle Dächer so gebaut haben, dann ist es auch kein Wunder…

    24.02.12 - ESC - Landshut in Chemnitz
    Morgen findet das Spiel nicht wie gewohnt in der Energieverbund-Arena statt, sondern in Chemnitz

    Für die Eislöwen ist diese Situation, in dieser sch*** Saison, mittlerweile „existenzbedrohend“ (M. Broda). Doch es nütz ja nichts, auch da müssen wir durch. Das werden wir schon schaffen, wäre doch gelacht! So findet das morgige Spiel gegen Landshut in Chemnitz statt. Obwohl ich keine Ahnung habe, ob es finanziell den Eislöwen etwas nützt, wenn möglichst viele Fans nach Chemnitz fahren, so kann es ja schon allein der moralischen Unterstützung wegen nicht schaden. Ich denke ich werde mich morgen mal auf den Weg machen, obwohl ich noch bis 18 Uhr zu tun habe… Hm, mal schauen.