Zum Spiel: Eislöwen vs. Fischtown Pinguins 01.02.2013

Okay, das ist der erste Versuch „live“ vom Spiel zu bloggen. Ich dachte ich schreibe einfach in den Pausen kurz meine Gedanke auf. Heute, natürlich, aus der Energieverbundarena Dresden. Es spielen die Eislöwen gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Dieser Beitrag erhebt natürlich keine Ansprüche auf Objektivität.

Pre-Game

Fischtown auch heute wieder in den unglaublich hübschen und modischen rosa Warm-Up Trikots. Bei den Eislöwen heute erstmals dabei, Alec Richards. Frisch aus den Staaten soll er Kellen Briggs vertreten. Ebenfalls neu ist Dylan Gyori als Ersatz für den verletzten Pat Jarrett. Leider ist es ziemlich leer heute.

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Ein Traum in rosa diese Warm-Up Trikots

1. Drittel

Die Eislöwen starteten gut ins Drittel. Die ersten sieben Minuten kamen die Gäste kaum vor das Eislöwen-Tor. Brett Jaeger im Tor der Bremerhavener macht einen starken Eindruck. Zwei super Saves in den ersten Minuten. Dann kamen die Gäste auch besser in die Partie, vor allem in Überzahl. Wobei die erste Strafe gegen Mücke meiner Meinung nach unberechtigt war. A propos Strafen, die Schiedsrichter lassen viele Nickligkeiten ungestraft durchgehen. Dabei provoziert Bremerhaven ganz schön. Doch die Eislöwen gaben die richtige Antwort. Spielstand 1:0 dank Sami Kaartinen, welcher im Slot abstaubte.

2. Drittel

Bremerhaven ist jetzt deutlich besser im Spiel. Alec Richards spielt bisher aber eine gute Partie. Manchmal lässt er zwar etwas viel prallen für meinen Geschmack, dafür macht er mit seiner Körpergröße und seinen unglaublich schnellen Beinen das Tor ordentlich dicht. Trotzdem kam Bremerhaven in der letzten Minute zum Ausgleich. Ein verdientes aber undankbares Gegentor. Richards rutscht der Puck durch die Schoner und in der Abwehrbewegung schiebt er ihn selbst über die Linie. Ärgerlich. Genau wie die Linienrichter heute beim Bully. Wollen beide den Puck gar nicht hergeben.

Alec Richards neu im Tor der Eislöwen

Alec Richards neu im Tor der Eislöwen

3. Drittel

Das letzte Drittel sorgte für viel Aufregung. Doch der Reihe nach. Zunächst hatte Kaartinen die Chance zum 2:1. Nach einem sehenswerten Zuspiel war das Tor plötzlich frei, doch seine Direktabnahme landete leider nur am Pfosten. Besser machten es die Gäste. Im Powerplay gingen sie – zugegeben – verdient in Führung. Die Eislöwen steckten aber nicht auf und kämpften sich zurück ins Spiel. Im 5 gegen 3 war es schließlich Carsten Gosdeck der mit einem satten Schlagschuss zum erneuten Ausgleich traf. In der Folge spielten sich unschöne Szenen ab. Ich erwähnte ja bereits das Bremerhaven ziemlich dreckiges Eishockey spielt. Das ganze gipfelte in einem miesen Check gegen Andre Huebscher, welcher regungslos am Boden liegen blieb. Er musste anschließend auch vom Eis getragen werden. An dieser Stelle gute Besserung! Doch als wäre das nicht schon Skandal genug, entschied der Schiedsrichter doch nicht etwa auf keine Strafe! Ganz ehrlich, diese Entscheidung macht mich so sauer. Unglaublich. Dieses Schiedsrichtergespann hat es über das komplette Spiel nicht verstanden die kleinen Sachen zu unterbinden und jetzt patzen sie auch noch als ein Spieler offensichtlich verletzt am Boden liegt. Für mich unbegreiflich. Überall wird erzählt die Schiedsrichter sollen mehr darauf achten, dass die Spieler geschützt werden und entsprechende Checks ahnden. Das ist hier nicht passiert. Im Gegenteil. Für mich der Skandal des Spiels. Tore fielen schließlich nicht mehr und so ging es in die Verlängerung.

Verlängerung

Die Eislöwen spielten mutig nach vorn, doch leider fehlte das Glück im Abschluss. Bremerhaven war trotzdem stets gefährlich. Die beste Chance hatte Bruce Becker als er den Puck vor dem Tor abfälschte. Leider ein paar Zentimeter daneben.

Shootout

Also ging es ins Penaltyschießen. Die ersten zwei Pinguine trafen. Hajek setzte seinen Penalty leider an den Pfosten. Besser machten es Gosdeck und Kaartinen. Weiter ging es im K.O. Modus. Und hier die nächste fragwürdige Entscheidung. Gosdeck läuft an, schießt, Jaeger währt den Puck zwar ab, verschiebt aber noch in der Bewegung das Tor. Ich hab das Regelbuch jetzt nicht zur Hand, aber ich bezweifle das dies wirklich regelkonform ist. Die Proteste auf der Eislöwenbank bestärkten mich in meiner Annahme. Es half trotzdem nichts. Der letzte Schütze von Bremerhaven traf zum 2:3 Endstand.

Fazit

Sportlich lässt sich am Spielverlauf kaum etwas aussetzen. Es präsentierten sich zwei Gegner auf Augenhöhe in einem spannenden Spiel. Andererseits spielte Bremerhaven wirklich dreckiges Eishockey und provozierte an allen Enden. Der Check gegen Hubescher, das Verhalten anschließend, die Provokationen gegen die Zuschauer und der Versuch das Eis vorzeitig zu verlassen. Fair Play geht anders.

Die Zuschauerzahl mit 2354 Besuchern war doch noch recht passabel, die Stimmung insgesamt auch. An dieser Stelle muss auch der Support der Gästefans gelobt werden.

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