Am Ende fragt keiner mehr

Das Spiel war schlecht und ist nun auch schon lange her. Trotzdem ein kleines Fazit zum Auswärtsspiel der Löwen letzten Freitag in Hannover.

Hannover Indians vs. Dresdner Eislöwen - Opening

Stimmungsvolle Atmosphäre in Hannover

Ich war bisher noch nicht in Hannover und daher erstmal etwas sauer auf mich selbst. Warum? Hätte ich mich doch mal besser informiert, die Halle ist halboffen… 😉 Dafür aber Eishockeyfeeling pur. Hinter den Tribühnen Würstchenbuden und Getränkestände. Dann fast ausschließlich Stehplätze. Eine Lichtanlage die vor allem an die Eisdisko erinnert und 3600 Zuschauer die sich den A**** abfrieren nur um ihr Team anzufeuern. Beste Voraussetzungen also für ein tolles Eishockeyspiel!

Das war es dann allerdings in meinen Augen nicht. Die Eislöwen achteten vor allem auf eine gute Defensivarbeit und Hannover konnte spielerisch auch nicht gerade Aktzente setzen. Die Indians übernahmen aber von Beginn an das Zepter und kamen so auch verdient im ersten Powerplay zum 1:0. Erst im zweiten Drittel kamen die Löwen besser in Fahrt und konnten durch Schmerda ausgleichen (btw. auf Vorlage von Neuzugang Jay Fehr). Das letzte Drittel war dann insgesamt eher ausgeglichen. Dann waren es aber zunächst wieder die Indians, welche mit 2:1 in Führung gingen. Voraus gegangen war ein Schnitzer von Ziesche, der zwar dem Gegenspieler beinahe den Fuß wegschoss, aber der Abpraller landete dummerweise beim Gegner – Klingeling. Kaartinen konnte aber glücklicherweise in einer 4:4 Situation ausgleichen. Im Anschluss konnte kein Team ein weiteres Tor erzielen, was Penaltyschießen bedeutete. Hier trafen Mücke und Kaartinen für die Löwen (und nur einer der Indianer) und besiegelten damit den Eislöwenerfolg.

Ja, soviel kurz zum Spielverlauf. Die Eislöwen kämpften sich also wieder einmal zum Erfolg. Für Hannover wäre durchaus mehr drin gewesen. Am Ende fragt keiner mehr. Gefallen hat mir trotzdem die gute Stimmung und Atmosphäre in Hannover, auch wenn der Pferdeturm sicherlich schon stimmungsvollere Partien erlebt hat. Lustig war nur, das die Indians wirklich gefühlt keinen Schlager in welchem Indianer vorkommen als Pauseneinspieler auslassen – Komm hol das Lasso raus… 😉

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