Kann passieren, ABER…

Ich bin ja nun doch relativ häufig mit Mitfahrgelegenheit unterwegs. Meistens als Fahrer, ab und an auch als Mitfahrer. In aller Regel entsteht ja eine Win-Win-Situation für beide Parteien. Und als Fahrer hat man trotzdem noch den riesen Vorteil, egal ob Mitfahrer mitfahren oder nicht, man kommt ans Ziel. Von daher finde ich es auch vollkommen in Ordnung, wenn jemand eine schon geplante Fahrt nochmal absagt. Manchmal kommt ja etwas unvorhergesehenes dazwischen. Kann ja sein, weiß man nie. Alles kein Problem, solange sich der Mitfahrer meldet und absagt, damit man nicht umsonst lange warten muss.

So weit so gut. Doch was mich ein wenig auf die Palme bringt sind – abgesehen von den Leuten die einfach nicht kommen – Leute die kurz vor knapp absagen. Ich mein, das kann doch nicht so schwer sein, wenigstens am Vortag abzusagen? Kann mir doch keiner erzählen, das irgendwas dazwischen kommt, was man am Vortag noch nicht wusste (Unfälle, Krankheiten, Todesfälle außen vor).

Die letzten zwei Experten schafften es vier Stunden bzw. 20 Minuten vor Abfahrt abzusagen. Das schlimme daran waren aber die Begründungen bzw. die nicht Begründungen. Die Dame, die vier Stunden vorher absagte, meinte ihr sei die Abfahrtszeit zu spät. Ist ja legitim, sucht man sich halt was anderes. Aber das weiß ich doch schon wenn ich die Mfg ausmache und nicht erst vier(!!!) Stunden vorher! Unglaublich. Nun kommen wir aber erst zum richtigen Experten, dem 20 Minuten vor Abfahrt einfällt, das er nicht mit will. Ja, wenn ich 20 Minuten vorher absage, dann lass ich mir doch wenigstens eine gute Ausrede einfallen, oder? Aber nein, nichts. SMS mit „ich kann nicht mitkommen“ und gut. Man muss ja nicht unbedingt im Detail erklären, was passiert ist, aber wenigstens so ein Stichwort wie Familienangelegenheit, Unfall, Krankheit…etc. fallen lassen. Das hätte doch schon gereicht. So bleibt ein übler Beigeschmack.

Sei es drum. Ob es besser ist eine Ausrede zu erfinden, die man eh nicht nachprüfen kann? Ich weiß es nicht. Jedenfalls hätte ihm das wahrscheinlich den Eintrag auf der „Schwarzen Liste“ (die sowieso keiner liest) erspart. Ich will eigentlich niemanden anschwärzen, aber ein solches Verhalten finde ich gehört sich nicht. Als Mitfahrer verlässt man sich ja auch darauf, das der Fahrer die Fahrt nicht kurz vor knapp canceled und man mit dem Zug fahren muss. Und umgedreht genauso. Um den verlorenen Spritbeitrag geht es dabei weniger, wie ich oben schon erwähnt habe, als Fahrer kommt man auch so an. Ist halt nur schade, wenn man hätte vielleicht jemand anderen noch die Chance auf eine günstige Mitfahrgelegenheit bieten können.

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