Was für eine Aufregung

Verdammte scheiße schon wieder verloren. Es hätte der perfekte Eishockeyabend werden können, wenn der Schiedsrichter einmal mehr gepfiffen hätte. Und dabei haben wirklich alle (bis auf die Schwenninger vielleicht) dem Schiedsrichter unterstützend zugerufen. Er hätte nur pfeiffen müssen… Alles Spekulationen schon klar, trotzdem war es ganz schön aufregend. Aber der Reihe nach.

ESC-Wild Wings 03.10.2010

Ein spannendes Spiel mit vielen Toren und ordentlich Zündstoff!

Am Anfang sei mal kurz die Torfolge erwähnt. Es begann mit einem Treffer für die Gäste. Gefolgt von einem schönen Powerplay-Tor durch Jan Zurek zum Ausgleich. Danach wieder ein Treffer für die Gäste. Dann war erstmal Pause. Im nächsten Drittel konnte Fadrny einnetzen, nachdem er einen Abpraller vor die Kelle bekam. Die Führung erzielte im Anschluss wieder Zurek im Powerplay. Der zwischenzeitliche Ausgleich für die Gäste viel nicht weiter ins Gewicht, denn Jarett hämmerte das Ding zum 4:3 unter die Latte. Pause. Jetzt kommen wir zu den turbulenten Szenen. Die Eislöwen geraten in Unterzahl. Beim Befreiungsversuch lässt ein Schwenninger Patrick Strauch im Mitteldrittel über die Klinge springen (laut off. Homepage „umgecheckt“). Völlig unnötig zumal die Gäste ja in Überzahl waren. Und was macht der Schiedsrichter – er pfeift nicht! Die Pfeiffe! Musste er aber dann doch, denn Strauch bliebt erstmal verletzt liegen (konnte später das Spiel fortsetzen).

Na nun laus mich doch der Affe, aber für so eine Aktion haben andere schon Matchstrafen kassiert. Nichts da, es wurde einfach weitergespielt. Allerdings nicht all zu lang, denn beim Bully revanchierte sich Heider mit einem heftigen Check und musste für 2+2 Minuten auf die Bank. Muss man fairerweise dem Schiri zugestehen, das man die Strafe so geben kann. Dadurch kommen die Schwenninger in doppelte Überzahl und nutzen diese dann auch zum 4:4. In den nächsten Minuten erhöhten sie noch auf 4:5. Nun war zwar endlich ein bisschen Stimmung in der Hütte, geholfen hat es trotzdem nicht. Der Pfosten, ein Gegenspieler oder der gute Silverthon standen dem Eislöwentreffer im Weg. Das 4:6 ENG kurz vor Schluss – geschenkt…

Etwas über 1800 Leute sahen diese abwechslungsreiche Partie. In meinen Augen war das Spiel eine tolle Werbung für Eishockey. Die Stimmung war zwar in den ersten beiden Dritteln ziemlich mau, dafür aber zum Schluss umso euphorischer. Die Spieler wurden – zu Recht – mit Standing-Ovations verabschiedet. Die Gäste wurden ausgebuht (waren aber schon gut, muss man anerkennen). Und der Schiedsrichter mit Schmährufen überschüttet. Das nenn ich Leidenschaft und Emotion. Danach muss aber auch wieder gut sein und Bier auf Spieler werfen gehört sich eigentlich auch nicht – diesmal geht es aber als Becherpfandsammelaktion durch … 😉

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